Costa Rica 2023; Tag 16

             zum 17. Tag
16. Tag; Do 09. Nov Quepos 100 km
  
Für heute stand der Besuch im meist besuchten Park Costa Rica's auf dem Programm. Der Manuel Antonio NP wollte erkundet werden.
Mit dem Auto sind wir bis dicht an den Parkeingang gefahren, wo der offizielle Parkplatz ist. Die vielen hilfsbereiten Ticos, die uns schon vorher auf Parkplätze locken wollten, haben wir ignoriert. Dann nur noch den doch recht aufdringlichen Herrn abwimmeln, der uns neben dem Parkplatz erst noch eine private Tour für etwa 80€ pro Peron und dann eine Gruppentour mit etwa 10 Leuten für 80 € für uns zuammen. Irgendwann hat er aber begriffen, dass ich darauf keinen Bock habe und ist abgezogen.

Am Parkeingang werden alle Taschen und Rucksäcke kontrolliert, denn es sind keine Einwegflaschen erlaubt. Unbeanstandet konnten wir rein in den Park.
Dass mein Fotorucksack zwei große Fächer hat und neben Kamera, Teleobjektiv und Regenschutz auch eine 0,5 l Wasserflasche ins untere Fach passt, egal.
    
 
Drin im Park bekamen wir erst mal einen Schreck. Recht viele Leute sind den Hauptweg entlang geschlendert und haben sich um ihren jeweiligen Guide geschart. Zum Glück täusche dieser erste Eindruck, je weiter wir in den Park kamen, um so ruhiger wurde es.
  
 
Wir sind auch bald in einen Seitenweg abgebogen, über dem die Vegetation so dicht war, dass man im Dämmerlicht gelaufen ist. Nicht lange hin konnten wir fleißiges Geraschel in den Bäumen hören, ein paar Kapuzineräffchen tollten dort herum. War ein schönes Bild. Wir guckten hoch, die Affen guckten runter.
 
 
 
 
Bis zum Ende dieses Seitenwegs haben wir keine weiteren Sichtungen gehabt. Es gab zwar viele Vögel zu hören, aber in dem dichten Laub war nix oder nur mal ein Huschen zu erkennen.
 
 
Am Ende dieses Weges war ein kleiner Wasserfall, den wir pflichtgemäß besucht, bestaunt und fotografiert haben.
 
 
Nur ein kleines Stück des Weges zurück wurden wir von einer Frau auf eine interessante Spezies hingewiesen, eine Baumkrabbe. Ich weiß nicht ob es sowas gibt, aber auf jeden Fall saß diese Krabe in gut 2 m Höhe am/im Baum.
 
 
Auch an der Stelle mit den Kapuzinern kamen wir wieder vorbei, inzwischen waren sie aber etwas ruhiger geworden und lümmelten einfach so in der Gegend herum.
 
 
Diesen Vogel hier (Bildmitte das dunkelgraue Dingens mit Schnabel nach links) haben wir nur entdeckt, da ein Guide mit seinem dicken Fernrohr direkt in die Büsche schaute. Da haben wir einfach hinterher geschaut und den recht kleinen Burschen entdeckt.
 
 
Bei solchen Sichtungen machen die Guides dann für ihre Gruppe die Fotos mit Smartphone durch das Okular des Fernrohrs hindurch. War für uns immer ein guter Anhaltspunkt, dass da was zu sehen sein müsste.
Das hat aber nicht immer geklappt, denn im Bild danach soll ein Faultier zu sehen sein. Also ich sage mal so, eventuell unter Umständen besteht die Möglichkeit, dass da was ist. Muss aber nicht. Egal, weiter.
 
 
 
Nur wenige Meter später sahen wir eine Agouti Mutter mit zwei Kleinen. Ist immer eine ordentliche Zirkelei, durch die Büsche hindurch mit dem Tele die richtige Lücke zu finden. Klappt mal besser und mal schlechter - und manchmal gar nicht. In dem Fall hat's geklappt und die Familie war auf den Chip gebannt.
 
 
 
 
Wieder nicht lange später konnten wir ganz ohne Komplikationen eine Echse ohne störenden Bewuchs knipsen, denn Pepe lief einfach auf dem Weg entlang. Ein Guide erklärte uns, dass dies Pepe ist und der immer hier herum läuft. Na ok, glauben wir es mal.  Auf jeden Fall ist der wirklich etwa 100 m zwischen den Gruppen auf dem Weg mitgetrappelt.
 
 
 
Noch an Pepe denkend kamen wir zu einer Stelle, an der mehrere Guides ihre Röhren gen Baum gerichtet hatten. Also habe ich selbiges mit meiner Röhre gemacht. Bevor ich aber den Baum absuchen musste, hatte Ramona Adlerauge schon das Ziel der Begierde entdeckt. Ein Tukan saß zeimlich weit oben und erregte allein mit seiner Anwesenheit größtes Interesse.
 
 
Zur Abwechslung konnten wir beim nächsten Tier mal unseren Nacken schonen und geradeaus schauen. Ein Reh, hier Deer genannt, knabberte ganz in Ruhe an den saftigen Blättern herum. Damit hatte es mich doch glatt auf eine Idee gebracht, denn bei saftig und knabbern wurde ich etwas neidisch.
 
 
 
Zum Glück waren wir inzwischen in der Nähe der einzigen im Park vorhendenen Verköstigungslokalität. Also noch schnell den gerade hier herumsitzenden Schmetterling geknipst und schnell rein in den Käfig.
 
 
Denn zur Verköstigung sitzt man hier hinter Gittern. Sozusagen Zoo anders herum. Nur dass im Zoo die Tiere nicht für's Futter bezahlen müssen, wir schon.
 
 
Wieder draußen konnten wir einem Nasenbären zuschauen, der gern in den Käfig rein wäre. Mit einer kleinen Träne im Auge hat er aber eingesehen, dass das nix wird. Er teilte dieses Los übrigens mit einem kleinen Äffchen, dass auch außen am Käfig herumkletterte.
 
 
 
 
 
Nicht weit vom Imbiss entfernt erreichten wir den Strand vom Park. Diverse Leute gehen auch hier her, um einfach nur baden zu gehen. Leider hette ich ganz vergessen, Ramona dies zu erzählen. Sonst hätten wir bestimmt Badesachen mitgenommen. So ein Mist aber auch.
 
 
 
Ab jetzt bewegten wir uns langsam wieder zurück in Richtung Parkausgang. Langsam ist ein gutes Stichwort, denn kurz hintereinander sahen wir zwei Faultiere in den Bäumen hängen. Das eine war recht regungslos, dann andere düste mit mindestens 0,1 km/h durch den Baum, immer auf der Jagd nach einem besonders frischen Blatt.
 
 
 
Auch der Rückweg brachte uns immer wieder schöne Sichtungen. Gelegentlich sogar ohne großes Suchen, denn die saßen schon auch mal mitten auf dem Gehweg.
 
 
  
 
 
Ein Stück sind wir auch auf dem im sumpfigen Bereich gebauten Steg gegangen. Aber außer einigen Krabben und einem Schmetterling haben wir hier nix gesehen.
 
 
 
 
 
Einen Abstecher zu einem schönen Viewpoint mussten wir uns doch noch antun. Antunn deshalb, weil die vielen Treppenstufen hier hoch in der schwülen warmen Luft nicht so toll zu laufen waren. Irgendwann waren wir aber oben und verspürten sowas wie eine frische Meeresbriese.

Während wir mit einem anderen Pärchen gegenseitig Fotos machten, kam plötzlich von hinten eine Echse und setzte sich mit dazu. Na ok, haben wir sie halt auch noch geknipst.
 
 
 
 
Hier mal ein kleiner Größenvergleich, welche Hoschis von Bäumen hier herum stehen. Ist echt beeindruckend.
 
 
Auf dem letzten Stück zum Ausgang kreuzte noch eine Schildkröte unseren Weg, Auch ihr schenkten wir die nötige Beachtung, sbis sie es von der einen Wegseite zur anderen geschafft hatte.
 
 
Nun reichte es uns aber und wir verließen den Park. Ab ins Hotel, raus aus den klatschnass geschwitzten Klamotten (meine Hose sah mal wieder aus, als wenn ich ....) und nach kurzer Dusche rein in den Pool.
Später dann sind wir in der Nähe in einer kleinen Gaststätte Burger essen gegangen. Und man beachte bitte das Foto mit mir drauf. Bert mit Mango-Smoothie, so ganz ohne Hopfen.
 
 
 
Etwas Alkohol gönnten wir uns dann im Hotel an der Bar, ein Cocktail musste sein. Leider hatten sie keinen Mai Tai, also haben wir eine Mojito getrunken und sind dann ab auf's Zimmer. Nach einem erfolgreichen Tag können wir ruhig ins Bett gehen.
 
 
zum 15. Tag Startseite zum 17. Tag